Verständliches Schreiben – verstehen dich deine Leser?

VonBernhard Desch

Verständliches Schreiben – verstehen dich deine Leser?

Der beste Text der Welt ist nichts wert, wenn ihn keiner versteht. Umso wichtiger ist verständliches Schreiben. Du willst wissen, worauf es ankommt? Hier erfährst du es!

Nach meinen Social Media Praxistipps gibt es eine neue Beitragserie. In dieser kleinen Serie möchte ich wichtige Themen rund ums Schreiben aufgreifen. Ein Text kann noch so gut sein, wenn er bestimmte Dinge nicht erfüllt, ist er nichts wert. Er kann sogar der vermeintlich beste Text der Welt sein. Wenn ihn keiner versteht, verliert er seinen Wert. Wie sich dieses Szenario vermeiden lässt, möchte ich in den nächsten Zeilen mit dir durchgehen. Sehen wir uns an, worauf es ankommt, wenn es um verständliches Schreiben geht.

 

Halte deine Texte so einfach wie nötig und möglich

Leider kann ich mit keiner konkreten Quelle dienen, sinngemäß habe ich das mal so aufgefasst: Ein guter Texter kann ein komplexes Thema so einfach zusammenfassen, dass selbst ein Achtjähriger den Inhalt verstehen kann. Ein wirklich guter Text schafft nicht nur das. Er lässt den Leser gleichzeitig nicht merken, dass das Thema so simpel zusammengefasst ist.

Eine interessante These, der ich viel abgewinnen kann. Einfachheit ist für das Textverständnis sehr wichtig. Der Text sollte immer so einfach wie möglich sein, ohne ein gewisses Niveau zu unterschreiten. Es sei denn, die Leserschaft verlangt danach. Verständliches Schreiben passiert immerhin zielgruppenorientiert. Die richtige Mischung aus Einfachheit und Anspruch zu finden, verlangt jede Menge Erfahrung und Gespür für seine Zielgruppe.

Soll der Leser den Text verstehen, muss er die Wörter verstehen.

Für einfache Wörter & gegen unnötigen Fachjargon

Soll der Leser den Text verstehen, muss er die Wörter verstehen. Als Texter ist es sehr wichtig, den richtigen Wortschatz für seine Zielgruppe zu verwenden. Neben der Schwierigkeit des eigentlichen Inhalts muss sich auf das Niveau der Wörter an der Zielgruppe orientieren. Für ein Experten-Publikum sollen die entsprechenden Fachbegriffe enthalten sein. Bei einem Text, der sich an Laien richtet, sollte (unnötiger) Fachjargon unbedingt vermieden werden. Das erspart dem Leser mögliche Verwirrung oder gar Überforderung. Dem Texter bringt es in der Regel einen weiteren begeisterten Leser.

Viel zu oft versuchen Autoren durch gut klingende Fachbegriffe kompetent zu wirken. Leider kann die Kompetenz den Leser nicht erreichen, wenn es den Text schlicht und ergreifend nicht versteht. Auch abseits des Textens wirkt für mich persönlich jemand viel kompetenter, wenn er mir einen Sachverhalt so einfach erklären kann, dass ich ihn verstehe. Ganz ohne mit irgendwelchen Phrasen, Fremdwörtern und Fachbegriffen um sich zu schmeißen.

 

Lass dich nicht auf lange Schachtelsätze ein

Auch wenn wir dem Leser natürlich große Denkleistungen zutrauen, wollen wir ihm das Lesen so einfach wie möglich und nicht durch die unnötige Verwendung von langen Schachtelsätzen, die ohnehin nur Verwirrung stiften, unnötig schwer machen, nicht wahr?

Keine Sorge dieser Absatz war nur ein mahnendes Beispiel. Wenn du den Knoten aus deinem Kopf bekommen hast, können wir uns gerne die verständliche Lösung ansehen. Wie wäre es damit: Natürlich trauen wir dem Leser große Denkleistungen zu. Dennoch vermeiden wir lange Schachtelsätze, die nur unnötig Verwirrung stiften. Stattdessen teilen wir den Inhalt in kurze Sätze auf. Dadurch fällt es dem Leser viel einfacher, den Text zu verstehen.

Ich nehme an, der Unterschied wurde hier deutlich genug. Bei langen Schachtelsätzen muss sich der Leser viel zu sehr anstrengen, um den Überblick zu bewahren. Das kann sich auf Motivation und Textverständnis entsprechend negativ auswirken. Keine guten Chancen für verständliches Schreiben also.

 

Sind alle Gedanken klar geordnet?

Wie soll der Leser dem Text und damit deinen Gedanken folgen, wenn du es selbst nicht kannst? Eine fehlende Struktur ist ein weiteres mögliches Problem für mangelndes Textverständnis. Daher ist es wichtig, seine Gedanken vor dem Schreiben gut zu ordnen. Ich selbst sammle üblicherweise meine Inhalte und Ideen zusammen. Erstelle daraus eine bestimmte Reihenfolge und lege die entsprechenden Abschnitte für die Zwischenüberschriften fest. Damit behalte ich nicht nur leichter den Überblick. Ich kann wesentlich effizienter schreiben, wenn ich einfach einen Punkt nach dem anderen erledigen kann.

 

Verständliches Schreiben – eine Zusammenfassung

Um einen Text für den Leser verständlich zu schreiben, braucht es keine großen Künste. In erster Linie sind es ein paar Dinge, die es zu beachten gibt. Mit etwas Übung geht einem das immer leichter von der Hand.

  • Halte deine Texte inhaltlich einfach.
  • Wähle keine zu komplizierten Wörter.
  • Strukturiere vor dem Schreiben deine Gedanken ordentlich.

Dann sieht es mi einem erfolgreichen Textverständnis sehr gut aus. Frohes Schaffen!

 

Über den Autor

Bernhard Desch administrator

Nach meiner Väterkarenz habe ich mich als freier Texter selbständig gemacht, um auch weiterhin zu Hause bei meiner Familie bleiben zu können. Seitdem begebe ich mich mit meinen Kunden auf eine gemeinsame Content-Reise und bringe Schwung in ihre Blogs, Social Media Kanäle und Webauftritte.

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