Fühlt den Rhythmus, fühlt die Musik – bei der Arbeit

VonBernhard Desch

Fühlt den Rhythmus, fühlt die Musik – bei der Arbeit

Musik bei der Arbeit – für die einen extrem wichtig, für die anderen ein absoluter Störfaktor. Doch wie sieht es mit den Fakten aus und ist es überhaupt erlaubt?  Die Antworten darauf und einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsalltag gibt es hier!

Kaum ein Thema ist in zwei so gegensätzliche Lager aufgeteilt. In der Regel kommen beide Parteien friedlich mit einander aus. Manchmal kann es aber zu einem Streitthema im Büro werden. Musik am Arbeitsplatz ist für viele fast schon notwendig und für andere einfach nur störend. Eine allgemeine Bewertung des Themas ist schwierig. Zu unterschiedlich sind die örtlichen Gegebenheiten und vor allem die musikalischen Geschmäcker. Dennoch möchte ich in diesem Beitrag die allgemeinen Vor- und Nachteile von Musik bei der Arbeit beleuchten. Also legen wir los.

Instagram Stories Umfrage Musik bei der Arbeit

11:7 Stimmen hat es in meinen Instagram Stories für Musik bei der Arbeit gegeben.

Hilft oder schadet Musik bei der Arbeit?

Die passende Musik hat generell viele positive Auswirkungen auf die eigene Stimmung, Laune, Motivation und Konzentration. Das überträgt sich natürlich auch aufs Arbeiten und Lernen. Motivierter und konzentrierter arbeitet es sich gleich viel besser. Die richtige Musik kann auch hilfreich gegen Stress sein und einem dabei helfen, sich zu entspannen. Aber Vorsicht: nicht zu laut! Zu laute Musik beeinträchtigt die Konzentration. Ab einer gewissen Lautstärke kann die Musik quasi lauter werden, als die eigenen Gedanken. Das völlige Gegenteil kann ebenfalls hilfreich sein. Absolute Stille kann für manche ein massiver Boost für die eigene Konzentration sein.

Ruhige, gleichmäßige Hintergrundmusik kann durchaus helfen. Aggressive oder zu laute Töne können jedoch absolut schädlich sein, die Leistungsfähigkeit schmälern und sogar Stress steigern. Zusätzlich birgt das Thema immer wieder Konfliktpotential. Das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt.

 

Ist Musik am Arbeitsplatz überhaupt erlaubt?

So hilfreich Musik sein kann, so viel Streitpotential bringt sie am Arbeitsplatz mit sich. Das beginnt ganz simpel bei den unterschiedlichen Geschmäckern der Kollegen. Und endet bei der Grundsatzdiskussion, ob Musik überhaupt zu hören sein soll. Bei beiden Varianten sollte es jedoch möglich sein, dass man sich das untereinander ausmacht. Vielleicht hin und wieder den Sender wechseln. Oder man verwendet Kopfhörer, sofern das vom Chef erlaubt und möglich ist. Bei viel direktem Kundenkontakt machen Kopfhörer – gelinde gesagt – wohl nicht den besten Eindruck. Wenn hier Musik nicht sogar generell stört. Manche Kollegen könnte das ebenfalls stören, wenn man sich dadurch komplett abschottet und die Kommunikation untereinander erschwert.

Neben den unmittelbaren Kollegen sollte das Thema natürlich auch mit dem Vorgesetzten geklärt werden. Grundsätzlich verbieten darf man Musik bei der Arbeit nicht. Es gibt aber wenig überraschend Ausnahmen, wie den bereits erwähnten direkten Kundenkontakt. Mancherorts gibt es ohnehin eine fixe Dauerbeschallung. In wie weit das hilfreich ist, ist natürlich ebenfalls Geschmacksache.

 

Wie stehe ich zu Musik am Arbeitsplatz?

Schon in meiner klassischen Bürozeit war Musik mein treuer Begleiter am Arbeitsplatz. Nicht einfach Ö3 oder Kronehit einem uralten Radio irgendwo in der Ecke, sondern Youtube oder Spotify waren meine Quellen. Damit hatte ich „meine“ Musik ganz ohne Werbung und Verkehrsnachrichten. Das hat sich bis heute nicht geändert. Fast immer habe ich meine Kopfhörer auf und arbeite zu sehr verschiedenen Klängen. Das erleichtert mir die Konzentration und ich bin wesentlich fokussierter auf meine Tätigkeit. Dennoch ist es hin und wieder eine angenehme Abwechslung, die Kopfhörer kurz wegzulegen.

Derzeit laufen bei mir primär zwei verschiedene Playlists. „Focus now“ mit klassischer Musik – „Die Moldau“ von Smetana und „An der schönen blauen Donau“ von Strauss sind dabei meine absoluten Favoriten. Alternativ dazu kommt immer wieder die Playlist „Minimal Techno“ zum Einsatz. Die elektronischen Klänge bringen eine interessante Abwechslung zu der klassischen Musik.

Vor allem beim Texten ist es für mich ganz wichtig, dass es nur instrumentale Klänge sind. Nichts stört mich beim Schreiben mehr, als eine andere Stimme, die irgendeinen Text dazu singt. Wenn ich zwischen der Text-Arbeit etwas anderes mache, schwenke ich gerne zu meiner „normalen“ Musik, die ich sonst den ganzen Tag höre. Da darf, soll sogar fleißig gesungen werden.

 


Meine beiden Lieblings-Playlists


Fazit

Es gibt sehr unterschiedliche Ansichten zu Musik bei der Arbeit. Die eine richtige Antwort wird und soll es hier niemals geben. Fakt ist, dass sich Musik durchaus positiv auf die eigene Leistung auswirken kann. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Umgebung abzusprechen. Wie bei vielen anderen Sachen, sollte es selbstverständlich sein, dass man das mit den Kollegen und den Vorgesetzten bespricht und eine gute Lösung für alle Beteiligten findet. Schließlich gibt es schon genug andere Themen, die das Büroklima vergiften (können). Nicht wahr?

 

Wie stehst du zu diesem Thema? Hörst du Musik bei der Arbeit? Wenn ja, welche? Verrate es uns doch gleich hier in einem Kommentar!

Du hast noch zusätzliche Fragen oder Anregungen? Dann lass es mich in einer Nachricht wissen.

Über den Autor

Bernhard Desch administrator

Nach meiner Väterkarenz habe ich mich als freier Texter selbständig gemacht, um auch weiterhin zu Hause bei meiner Familie bleiben zu können. Seitdem begebe ich mich mit meinen Kunden auf eine gemeinsame Content-Reise und bringe Schwung in ihre Blogs, Social Media Kanäle und Webauftritte.

3 comments so far

EvaEingestellt am5:38 pm - Jan 17, 2018

Beim Texten kann ich leider keine Musik hören. Das würde mich total rausbringen. Vor allem wenn es Lyrics gibt, und es sich nicht etwa um klassische Musik oder einen Filmsoundtrack handelt, habe ich dann das Gefühl, jemand anderer setzt mir Worte in den Kopf. Uff! Aber in meinem beruflichen Alltag muss ich auch anderen Tätigkeiten im Homeoffice nachgehen. Bei der Bildbearbeitung oder dem Einpflegen von Beiträgen auf Instagram & Co lasse ich mich schon gerne von Musik unterhalten. Das hebt die Laune und lässt mich motivierter ans Werk gehen. Beim Kochen höre ich schließlich auch Musik :)

PS: Habe den gleichen Kuli. Und: Die Kopfhörer sind ja der Hammer!

    Bernhard DeschEingestellt am10:37 pm - Jan 17, 2018

    Da geht es mir (fast) genau so. :) Lyrics würden mich auch komplett aus dem Konzept bringen. Beim Kochen ist Musik natürlich auch ganz wichtig. Oder auch mal ein Podcast. ;)

    Der Kuli ist toll und die Kopfhörer soweit auch. Nur fast etwas klein für mich. Aber irgendwie mag ich sie einfach. :D

SusannaEingestellt am10:51 am - Jan 18, 2018

Echt interessant, dass es anderen auch so geht 😊 Ich arbeite als Übersetzerin und kann auch NUR mit Instrumentalmusik arbeiten. Je trockener der Text, desto belebter muss die Musik sein…

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