Welchen Sinn haben „falsche“ Follower bei Instagram & Co?

VonBernhard Desch

Welchen Sinn haben „falsche“ Follower bei Instagram & Co?

 Und, wie viele Follower hast du bei Instagram? Eine oft gestellte Frage, deren Antwort oft nichts aussagt. Reden wir doch mal über echte und unechte Follower bei Instagram und Konsorten.

 

Kennst du das auch? Morgens aufstehen. Verschlafen zum Handy torkeln. Ladekabel weg. Tastensperre raus und gleich mal alles durchchecken. Vor allem eines: die diversen Social Media Kanäle. Habe ich neue Likes, Kommentare und ganz wichtig: Follower? Mir geht es immer noch viel zu oft so. Egal, wie sehr ich endlich damit aufhören möchte.

Inspiriert durch die #nobullshitchallenge von Robert Gladitz habe ich dazu bereits gestern einen Instagram-Post verfasst. Da ich dort an die Kapazitätsgrenzen gestoßen bin, bündle ich meine Gedanken noch einmal in diesem Blogbeitrag. Die Follower-Zahlen sind für viele der Vergleichswert schlechthin. Das gilt auch für mich. So sehr es mich auch ärgert. Vor allem auf Instagram geht es hier ja hoch her. Sehr, sehr oft mit Hilfe von Bots, die die ganzen Vergleiche ohnehin sinnlos machen. Da stellt sich für mich hin und wieder die generelle Sinnfrage zu meiner Beteiligung an dem Ganzen. Doch dann tauchen sie doch immer wieder auf. Die Juwelen aus denen sich tatsächlich interessante Kontakte ergeben.

 

Was bringen einem unnatürlich viele Follower bei Instagram & Co?

Riesige Follower-Zahlen schön und gut, doch was bringen sie einem? Natürlich sehen sie gut aus. Können im direkten Vergleich mit einem Konkurrenten für einen Außenstehenden ein Unterscheidungsmerkmal sein. Beliebige Follower, die nichts mit dir und deinem Business zu tun haben, bringen dich nicht weiter. Sie interagieren in der Regel wenig bis gar nicht und kaufen werden sie ohnehin nichts. Anders sieht es bei einer womöglich kleineren, verschworenen Community aus, die sich tatsächlich für deine Posts begeistert. Die fleißig kommentiert und teilt. Mit ihr kannst du tatsächlich interagieren, sie von dir begeistern und auch jede Menge von ihr lernen. Ihr kommuniziert miteinander! So wie es der ursprüngliche Sinn von sozialen Medien war. Den meisten ist schon längst klar: Marketing ist keine Einbahnstraße mehr. Das beste daran? Es macht auch noch richtig Spaß.

Marketing ist schon lange keine Einbahnstraße mehr.

Einmal mehr gilt: Qualität statt Quantität

Der Spruch Qualität statt Quantität passt hier perfekt. Besser eine Hand voll Follower, die meine Inhalte wirklich gut finden und sich dafür interessieren, als tausende, die meine Beiträge maximal blind liken. Vor kurzem habe ich eine Facebook-Seite gesehen, die gerade mal sechs Follower hatte. Durch mich sind es jetzt sieben. Dennoch wurde hier Content geboten, als wären es hunderte Follower. So etwas finde ich um Welten besser, als die vielen künstlichen Profile mit zusammengewürfelten Zitaten und ohne jeder persönlichen Note.

Hast du schon vom Begriff Micro Influencer gehört?  Das sind Influencer mit 1.000 – 10.000 Followern. Sie werden für Agenturen immer interessanter, da sie in der Regel eine gezielte Community in ihrem Gebiet erreichen. Das bedeutet natürlich wesentlich interessantere Interaktionsraten für das beworbene Produkt bzw. die erwähnte Marke. Für mich ist das ein weiterer Beweis, dass es ganz klar auf die Qualität deiner Community ankommt. Damit erzielst du höhere Engagement-Raten und genau das macht dein Profil für Agenturen interessant bzw. bringt das dein Business im Bereich Social Media weiter.

Entwicklung der Follower bei Instagram

Entwicklung der Instagram Follower meines Papablogs ganz ohne Bots (Grafik von socialblade.com)

Da habe ich selbst noch viel zu tun

All das ist mir schon lange klar und dennoch ärgere ich mich täglich, dass ich einfach nicht davon wegkomme. Unzählige Male am Tag schaue ich nach, was sich auf den verschiedenen Kanälen tut. Wer hat mich jetzt schon wieder entfolgt? Was, erst so wenige Likes auf das neue Bild? Oh, der Beitrag läuft ja wesentlich besser als erwartet. Oh, wer ist denn der neue Follower bei Instagram? Mein neuester Ansatz: die Zeiten für diese Social-Media-Checks möglichst blocken und gezielt alles auf einmal durchsehen. Funktioniert bisher mal besser, mal schlechter. Aber es wird. Ganz bestimmt. Ich werde es definitiv noch lernen, die nötige Ruhe zu bewahren. Immerhin geht damit auch wertvolle Zeit verloren, in der ich mich um meine bereits vorhandene Community kümmern kann.

 

Fazit – was lernen wir daraus?

Lasse dich nicht auf dieses Spiel ein. Begeistere deine Community mit bestem Content, interagiere mit ihr. Dann werden auch deine Follower bei Instagram & Co mehr werden. Doch nicht nur das, es werden auch „richtige“ Follower sein, die sich tatsächlich für dich und deinen Blog oder dein Business interessieren. Klingt das für dich nicht auch besser, als künstlich aufgeblasene Follower-Zahlen durch irgendwelche Bots oder überhaupt direkt gekauft?


Wie stehst du zu diesem Thema? Setzt du lieber auf eine echte Community oder doch auf eine möglichst hohe Follower-Zahl, egal wie sehr sie zu dir und deinem Business passt? Erzähle es uns doch gleich in einem Kommentar.


Übrigens: Sehr gerne könnte ich dir beim angesprochenen Content weiterhelfen.

Über den Autor

Bernhard Desch administrator

Nach meiner Väterkarenz habe ich mich als freier Texter selbständig gemacht, um auch weiterhin zu Hause bei meiner Familie bleiben zu können. Seitdem begebe ich mich mit meinen Kunden auf eine gemeinsame Content-Reise und bringe Schwung in ihre Blogs, Social Media Kanäle und Webauftritte.

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