SEO-Texte: Hört doch auf mit diesem überholten Begriff!

VonBernhard Desch

SEO-Texte: Hört doch auf mit diesem überholten Begriff!

Der beste Text der Welt in nichts wert, wenn er nicht gefunden wird. Wie kannst du mithilfe von SEO beim Texten mehr Leser zu deinen Beiträgen bringen? Und was habe ich gegen den Begriff SEO-Texte? Finde es hier heraus!

Endlich geht es weiter mit meiner vierteiligen Beitragsserie „Der beste Text der Welt ist nichts wert, wenn…“. Nach dem ersten Beitrag über verständliche Texte stellen wir heute fest, dass der beste Text der Welt nichts wert ist, wenn er nicht gefunden wird. Logischerweise wird er nicht gelesen und kann seinen Zweck nicht erfüllen – er wird wertlos. Ja, wir reden über SEO-Texte, selbst wenn ich diesen Begriff für überholt halte.

Wie werden Webtexte gefunden? Du kannst ihn per Newsletter versenden oder über Social Media Kanäle streuen. Beides sind eher kurzfristige Lösungen. Die langfristige Alternative: deine Leser finden deine Texte über Suchmaschinen. Damit kommen wir zur Suchmaschinenoptimierung. Meiner Meinung nach sollte es allerdings rund um Texte viel mehr um Leseroptimierung gehen. LEO statt SEO!

Meiner Meinung nach sollte es allerdings rund um Texte viel mehr um Leseroptimierung gehen. LEO statt SEO!

Leserfreundlich > Suchmaschinenfreundlich – das Ende der SEO-Texte?

Viele Firmen suchen immer noch nach speziellen SEO-Textern. Als gäbe es auf der Website SEO- und Nicht-SEO-Texte, die man ohne Optimierung ihrem Schicksal überlässt. Doch mittlerweile möchten alle Beteiligten gute Texte und interessanten Content vorfinden. Keine sogenannten SEO-Texte vollgepackt mit unzähligen Keywords. Das stört nicht nur den Leser, sondern vor allem Google. Denn Google weiß nicht nur (fast schon beängstigend) viel, es ist auch verdammt schlau. Spätestens seit dem Panda-Update im Jahr 2011 wird Google immer geschickter, wenn es darum geht, gute Inhalte zu erkennen.

 

Warum der Leser im Mittelpunkt steht, SEO aber immer dennoch wichtig ist

Zum einen durch die Analyse der Inhalte und zum anderen durch das Leseverhalten der Webseitenbesucher. Wie viel Zeit verbringt der User mit dem Artikel? Springt er gleich wieder ab? Klickt er auf die vorhandenen Links? All das liefert Google jede Menge Anhaltspunkte, ob der Leser die gewünschten Inhalte gefunden hat oder ob er sie für interessant und hochwertig hält. Fällt hier das Ergebnis positiv aus, bringt das ein besseres Ranking für bestimmte Suchbegriffe. Wieder ein Schritt näher an den großen SEO-Zielen, wie Seite 1 oder gar Platz 1.

Gute Inhalte und hochwertige Texte sind mittlerweile der Grundschlüssel für ein gutes Ranking. Die Zufriedenheit des Lesers steht klar im Mittelpunkt. Wie wir die Leserfreundlichkeit optimieren, werde ich dir im vierten Teil dieser Beitragsreihe zeigen. Dennoch ist es wichtig, Google eine Richtung vorzugeben, worum es im Text geht. Widmen wir uns daher vorerst dem Thema Suchmaschinenoptimierung. Reine SEO-Texte als Aneinanderreihung von Keywords sind definitiv passé. Dennoch gibt es ein paar SEO-Einflüsse, die ich als Webtexter abseits von blindem Überladen mit Keywords und anderen alteingesessenen SEO-Tricks anwende.

 

Gehen wir es praktisch an: Meine SEO-Tipps

Zugschnitten auf das Thema Texten habe ich zwei grundlegende Punkte in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung:

  • Keywords gezielt einsetzen
  • Links für sich sprechen lassen

Beim Texten gibt ein paar Kniffe, die es rund um den richtigen Einsatz von Keywords zu beachten gilt. An erster Stelle steht eine ordentliche Recherche mit einem oder mehreren der unzähligen Tools. Ist das richtige Keyword gefunden, sollte es an den richtigen Stellen platziert werden. Sofern es dadurch nicht das Lesevergnügen gefährdet. Hier kommt eine allgemein wichtige Texter-Regel zum Tragen. Wichtiges nach oben! Wie bei einer umgekehrten Pyramide sollte ganz oben das Wichtigste drinnen sein und der Texte nach unten hin „dünner“ werden. Immerhin soll der Leser gleich mit interessanten Inhalten motiviert werden, weiter zu lesen.

 

Was heißt das für die Platzierung des Keywords?

Wie dein Leser geht auch Google nach dieser Methode vor. Inhalte, die weiter oben stehen, gelten als wichtiger. Daher sollten wir Google gleich von Anfang an klar machen, worum es geht. Für das Keyword bedeutet das: ab in die Hauptüberschrift H1, ab in den Teaser und ab in den ersten Absatz. Zusätzlich sollte es in einer der Zwischenüberschriften vorkommen. Es schadet bestimmt ebenfalls nicht, das Keyword ab und zu in den Fließtext zu streuen.

Mit der Zeit bekommst ein gutes Gefühl dafür. Ganz ohne WDF*IDF oder sonstige Keyword-Häufigkeitsformeln. Damit weiß die Suchmaschine wunderbar, worum es in deinem Text geht. Wenn du deine restlichen SEO-Hausaufgaben gut gemeistert hast, ist der Weg frei für ein entsprechendes Ranking.

Die wichtigsten Plätze für dein Keyword

  • Hauptüberschrift H1
  • Teaser
  • erster Absatz
  • in mindestens einer Zwischenüberschrift

Gib deinen Links und URLs eine Stimme – lass sie sprechen!

Ein weiterer oft unterschätzter Punkt sind die Links und URLs. Oft werden Verlinkungen im Text nur mit „Link“ oder „hier klicken“ benannt. Damit wird eine wichtige Chance ausgelassen. Gib deinen Links eine Stimme und lass sie erzählen, wo die Reise nach dem Klick hingehen wird. Das macht das Leben für Leser und Suchmaschinen wesentlich einfacher.

Ähnliches gilt für die URLs. Oft bekommen Unterseiten nur kryptische Buchstabenkombinationen zugewiesen. Oder sie werden automatisch aus verschiedenen Bausteinen zu endlos langen Konstruktionen aus Seitentitel, Kategorie, Datum und Konsorten zusammengesetzt. Nimm dir auch hier kurz Zeit und überlege dir einen ordentlichen Titel, der das Keyword enthält und gut beschreibt, worum es geht.

 

Wie gehe ich mit dem Thema SEO beim Texten um?

Vielerorts wird Suchmaschinenoptimierung als großes Hexenwerk gesehen, das nur wenige beherrschen können. Teilweise stimmt das sogar. Die komplette Suchmaschinenoptimierung zu beherrschen, scheint beinahe unmöglich. Zu viele Faktoren spielen mit, die sich obendrein ständig verändern. Wenn du dir ein paar Dinge herauspickst und beachtest, bist du schon gut aufgestellt. Ich selbst habe ein paar Fixpunkte, die ich bei jedem Beitrag genau beachte. Vieles davon passiert sehr unkompliziert mit Yoast SEO bei WordPress. Andere SEO-Faktoren abseits der Texte sehe ich mir in regelmäßigen Abständen an und versuche meine Seiten im Rahmen meiner Möglichkeiten immer weiter zu optimieren.

Kleiner Blick hinter die Kulissen: Mein Keyword für diesen Beitrag lautet: SEO-Texte. ;-)


Wie sieht das bei dir aus? Wie stehst du zum Thema SEO-Texte? Verrate es uns doch einfach in einem Kommentar!

Über den Autor

Bernhard Desch administrator

Nach meiner Väterkarenz habe ich mich als freier Texter selbständig gemacht, um auch weiterhin zu Hause bei meiner Familie bleiben zu können. Seitdem begebe ich mich mit meinen Kunden auf eine gemeinsame Content-Reise und bringe Schwung in ihre Blogs, Social Media Kanäle und Webauftritte.

Schreibe eine Antwort